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Beeindruckt und beeindruckend: viele Besucher bei der Bioenergiepark-Besichtigung

Besichtigungstour

04.05.2013 Saerbeck. Fast 40 Besucher waren auf Einladung der Kreisgruppe nach Saerbeck gekommen und staunten über die Entwicklung des Bioenergieparks.

"Von außen bin ich schon oft daran entlanggefahren, aber jetzt sehe ich erst richtig, was es hier alles gibt!" so eine Besucherin.

Nach einer kurzen Einführung zeigte Carsten Ausmann, zweiter Bürgermeister Saerbecks, bei einem der sieben Windräder das Aufbauprinzip und die Krantechnik. Allein Höhe, Durchmesser und Leistung dieser neuen Windradgeneration ließen die Besucher anerkennend murmeln, ergaben aber auch viele Nachfragen, die Carsten Ausmann kompetent beantwortete.

Bei schönstem Wetter ging es dann weiter zu den Photovoltaik-Anlagen,  einem Bunker mit Blockheizkraftwerk, zur Agrargasanlage und schließlich zum Kompostierwerk (noch im Bau).

Mit dieser Sammlung von Eindrücken wurde in der letzten Fragerunde klar, mit wie viel Einzelprojekten und welchem Finanzvolumen hier mutig ein Zukunftsprojekt vorangetrieben wurde und wird: Energieerzeugung in Bürgerhand. Trotz Einzelkritik (zum Beispiel am hohen Maisanteil in der Agrargasanlage) gab es viel Lob und Ermunterung zum Weitermachen: "Das ist der richtige Weg!"

Zum Naturschutzgebiet innerhalb des Bioenergieparks folgte anschließend eine kleinere Gruppe Dr. Peter Schwartze von der Biologischen Station Tecklenburg. Er erläuterte Anlage und Ziel dieses Schutzbereichs, musste jedoch feststellen, dass Dung auf die Wiese gekippt worden war - entgegen der Vorgaben, denn sie soll bewusst nährstoffarm gehalten werden!

Weitere Informationen zum Bioenergiepark: www.klimakommune-saerbeck.de 

Fotostrecke

  • Windrad-Bau
  • Herr Ausmann erläutert den Aufbau
  • Solarzellen 1
  • Solarzellen 2
  • Material für ein Blockheizkraftwerk im Bunker
  • Zähler des Blockheizkraftwerks
  • Befüllung und Entnahme der Agrargasanlage
  • Vor dem Maislager
  • Agrargasanlage
  • Kompostierwerk im Bau 1
  • Kompostierwerk im Bau 2
  • Im Naturschutzbereich

Nachhaltige Spitzentechnologie in Saerbeck

Bürgermeister Wilfried Roos

14.04.2012: Energie klimafreundlich erzeugen, effektiv speichern und vor Ort nutzen - und das alles durch und für die Saerbecker Bürger: Einigen BUND-Mitgliedern und Bürgern führte Bürgermeister Wilfried Roos die Entwicklung und das Konzept des Bioenergieparks Saerbeck vor.

Sieben Windenergieanlagen werden auf dem Gelände gebaut. Das Interesse war jedoch weitaus höher, denn die Anzahl der ernsthaften Anträge war mehrfach so groß. Neben der Windenergie wird auch die Solarenergie eine Rolle spielen: Die Bunker sind inzwischen von den bisherigen Fichtenanpflanzungen befreit und werden mit Solarzellen bestückt. Auf dem gesamten Gelände warten mächtige Holzfuhren auf die Vermarktung.

In den Bunkern lagern zurzeit teils noch Streusalzvorräte. Aber Wilfried Roos präsentierte eine Überraschung: Eine amerikanisch-chinesische Firma wird darin zukünftig die  Energiespeicherung durch Redox-Flow-Batterien prüfen. Dabei handelt es sich um hocheffektive Batterien - ein Spitzenstand der Forschung.

Die Biogasanlage verschlingt pro Tag etwa 24 Tonnen Mais und erzeugt über Motoren günstigen Strom. Herr Kröner von der Saergas erläuterte den Teilnehmern die grundsätzliche Funktionsweise, aber auch anfängliche Praxisprobleme. Insgesamt sah er die Weiterentwicklung positiv und ausbaufähig, weil neben Mais künftig auch Abfallholz verarbeitet werden könnte. Bereits jetzt schon wird nicht nur Mais, sondern auch Gülle eingespeist - so die Rechtfertigung gegenüber der Kritik an Biogasproduktion aus Mais.

Die beiden Naturschutzbereiche im Gelände standen dieses Mal aus Zeitgründen nicht auf dem Programm, aber eine Exkursion soll für einen späteren Zeitpunkt vereinbart werden.

Bürgermeister Roos zeigte abschließend weitere Räumlichkeiten und wies mehrfach darauf hin, dass es sich beim Bioenergiepark um etwa 150 Einzelprojekte von Saerbecker Bürgern handele, zu denen die Gemeinde kein Geld beisteuere - alles müsse sich selbst tragen. Auch die soziale Komponente fehlt nicht: Die Ledder Werkstätten werden die Kantine und die Außenanlagen betreuen.

"Ein stimmiges Konzept" und "der richtige Mann am richtigen Ort zur richtigen Zeit" - so äußerten sich die Teilnehmer am Ende der rund zweistündigen Besichtigung zufrieden und wünschten Bürgermeister Wilfried Roos weiterhin viel Erfolg für seine Arbeit.


Abfall- und Energiekonzept für den Kreis nötig

Bioenergiepark Saerbeck

Oktober 2011: Kritisch und konstruktiv begleitet die Kreisgruppe das Verhalten des Kreises zum Bioenergiepark Saerbeck.

Nötig ist ein tragfähiges und nachhaltiges Gesamtkonzept für die Abfallentsorgung und Energieerzeugung. Erste Gespräche mit Landrat Kubendorff und dem Saerbecker Bürgermeister Roos laufen bereits. 

Die Kreisgruppe will selbst ein eigenes Konzept erarbeiten, um den Politikern und Beteiligten Argumente zu liefern.

Im laufenden Jahr hat die BUND-Kreisgruppe bereits mehrfach gemeinsam mit anderen Verbänden (NABU, ANTL) über die Planungen zum Bioenergiepark Saerbeck diskutiert und gemeinsame Stellungnahmen initiiert.


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