BUND Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland, Kreisgruppe Steinfurt



Ein Jahr Bundesfreiwilligendienst beim BUND Emsdetten - mach' dein Ding!

Eigentlich hat es mich schon immer gereizt: Lehrer werden. Ich wusste, dass es mir liegt und dass mich nichts mehr motiviert als Wissen zu vermitteln. Aber nach 13 Jahren Schule waren die Fragezeichen groß. Unterricht halten vor 30 Schülern? Klassenclowns, Mobbing, Elternkontakt? Kann ich das? Was steht motivierendes dagegen? Welche Schulform? Welche Fächer? Reichen mir die Perspektiven nach dem Studium? Am Ende stand ein Studium der Biologie und ein Studium der Pharmazie, beide abgebrochen nach nur einem Semester. Und natürlich die ewig gleichen, goldenen Fragen: Was interessiert mich? Was motiviert mich? Was liegt mir?


Es war also Neuorientierung angesagt. Fest stand: Mich interessieren naturkundliche Zusammenhänge. Und im Hintergrund meldete sich das pädagogische Interesse zurück. Mit diesen Voraussetzungen ging ich auf die Suche nach Orientierungsmöglichkeiten. Schulpraktika? Zu kurz, zu eingeschränkt. Pädagogische Ausbildung? Nicht nochmal ein Ausbildungsversuch ins Blaue. Beratungsgespräche? Ein Jahr Work-and-Travel? Bundesfreiwilligendienst beim BUND Emsdetten, Kassierer im Supermarkt werden... Moment, Bundesfreiwilligendienst beim BUND Emsdetten? Naturschutz? Umweltbildung? Bei mir um die Ecke? Wenn das nicht passt! Bewerbung 'rausgeschickt, Bewerbungsgespräch, Vertrag unterzeichnen, zwei Wochen später konnte es losgehen - und wie.


Die Vorgaben der Einsatzstelle waren bewusst offen gehalten: Geh' raus und mach' Umweltbildung. Es gibt Grüne Klassenzimmer, die kannst du wiederbeleben. Unsere Homepage könnte neue Inhalte vertragen. Eine Jugendgruppe des BUND wäre super. Hier sind Kontaktdaten von Schulen und von deinem Vorgänger. Sollen wir dir helfen oder willst du es allein versuchen? Zunächst etwas erschlagen von Möglichkeiten fing ich klein an. Schulen ansprechen und nach Möglichkeiten für Kooperationen suchen. In die Homepage-Software einfinden, mich beim Umweltbeauftragten der Stadtverwaltung vorstellen. Und damit kam es dann auch Schlag auf Schlag, immer ein kleiner Schritt nach dem anderen. In einer Grundschule konnte ich gleich eine Stunde Sachunterricht pro Woche halten, in einer anderen konnte ich mit einer Umwelt-AG in der Ganztagsbetreuung beginnen. Aus letzterem entwickelte sich eine Garten-AG, an erstgenannter Grundschule kamen weitere Klassen hinzu, es wurden Themen wie Vogelschutz, Schmetterlinge und das Emsdettener Venn behandelt. Meine Sorgen in Bezug auf das Lehrerleben wurden dabei immer kleiner.


Nebenbei erhielt ich spannende Einblicke in das Vereinsleben des BUND. Kreisgruppentreffen, Veranstaltungen der BUNDjugend NRW, Seminare und Workshops. Überall wurde ich herzlich aufgenommen und von neuen Ideen und Möglichkeiten überzeugt. Dies ging irgendwann so weit, dass ich mich entschloss, eine eigene Jugendabteilung des BUND bei mir vor Ort zu gründen: Die BUNDjugend Emsdetten. Von der Konzeptentwicklung über Werbung bis hin zu ersten Aktionen, überall ließ man mir freie Hand ohne dass es mir irgendwo an Unterstützung mangelte. Ich war begeistert. Von vorne bis hinten konnte ich den großen drei Fragen zu Beginn meines Berichts nachgehen. Was interessiert mich? Was motiviert mich? Was liegt mir?


Die Freiheiten, die mir der BUND Emsdetten dabei ließ, ging sogar so weit, dass ich mir einen Wunsch erfüllen konnte, der mir schon länger unter den Nägeln brannte: Einen eigenen, kleinen, chaotischen Garten führen. Auf der Suche nach einem Versammlungsort für die frisch gegründete BUNDjugend Emsdetten stießen wir zufällig auf eine leere Kleingartenparzelle, die günstig abzugeben war. Kurzerhand schlugen wir zu und fanden gleich die erste Möglichkeit für eine Jugendaktion: Mach' mit beim Mitmach-Kleingarten. Dein eigenes Beet bearbeiten, den Garten zum Naturparadies machen. Mittlerweile sind 8 Jugendliche und junge Erwachsene diesem Ruf gefolgt.


Weitere Höhepunkte waren zwei Feriencamps, die ich mitorganisieren konnte, eine Vennführung, die ich selbst konzipieren und halten konnte und mehrere Projekttage an weiterführenden Schulen.


Wer übrigens bei all der Freiheit jetzt glaubt, man wäre ein Jahr auf sich gestellt, der sei beruhigt. Bei Fragen gab es immer ein offenes Ohr zu finden, Vorarbeit und Vorerfahrungen aus vergangenen Jahren wurden bereitwillig geteilt. Der BUND Emsdetten, die BUNDjugend NRW und alle anderen Vereine und Institutionen waren immer mit Rat und Tat zur Stelle. An dieser Stelle jetzt schon einmal ein herzliches Danke dafür!



Nun, da die letzten Wochen meines Dienstes anbrechen, steht also folgendes auf meiner Haben-Seite: Ich weiß, dass ich Lehrer werden möchte. Durch Seminare und Workshops bin ich ausgebildeter Jugendleiter. Ich habe Erfahrungen gesammelt in der Vereinsorganisation, in der Organisation von Unterricht, Ferienfreizeiten sowie Führungen, im Umgang mit Behörden und Stiftungen, in der Pressearbeit und in der Organisation praktischer Naturschutzmaßnahmen. Ich habe ein neues Hobby und ein weiteres Ehrenamt für mich entdeckt und zu guter Letzt ein erstes Netzwerk für meine Zeit nach dem BFD aufgebaut.


Wer also auf der Suche ist nach Freiraum um sich auszuprobieren, wer Interesse an Umwelt und Pädagogik mitbringt und gerne eigene Ideen umsetzt, dem kann ich ein Jahr beim BUND Emsdetten nur wärmstens empfehlen!

 

Marvin Ottenjann

 

28.08.2015

 


Das "Fracking-Ermöglichungsgesetz" - der BUND bezieht Stellung

Es war ein schlechter Tag, als die Bundesumweltministerin Barbara Hendricks - entgegen ihrer eigenen Meinung, wie sie sagt - vor EXXON und der Industrielobby eingeknickt ist und das „Fracking-Gesetz“ eingebracht hat.

Nachdem nun das Bundeskabinett `Grünes-Licht` zu diesem „Fracking-Ermöglichungsgesetz“ gegeben hat, rufen wir auf zum verstärkten Widerstand gegen das Gesetz, denn der von der Bundesregierung geplante Rechtsrahmen würde Tür und Tor zur Durchsetzung der Fracking-Risiko-Technologie bei uns im Münsterland öffnen. Wir müssen unsere Landesregierung in NRW beim Wort nehmen, sie ist jetzt besonders gefordert.

„Es ist schon erstaunlich, dass die vom Niederrhein stammende Bundesumweltministerin Hendricks die von der NRW-Landesregierung und dem NRW-Landtag getroffenen Beschlüsse gegen Fracking ignoriert und die Interessen der Energiekonzerne offenbar höher gewichtet als den Schutz von Mensch und Umwelt“, sagte BUND-Geschäftsleiter Dirk Jansen. Würde der rechtliche Rahmen mit der umstrittenen 3.000 m-Regelung vom Bundestag verabschiedet, sei damit unmittelbar der Weg frei für Fracking-Bohrungen am südlichen Niederrhein und im zentralen Münsterland. Die vorgesehene Möglichkeit von Probe-Bohrungen sei zudem eine Hintertür zur landesweiten Etablierung der riskanten Fördertechnik.

„Jetzt sind die NRW-Bundestagsabgeordneten gefordert, ihren Worten auch Taten folgen zu lassen“, sagte Jansen. „Das Gesetzespaket muss im Parlament abgelehnt werden. Wir brauchen stattdessen ein generelles Fracking-Verbots-Gesetz.“

Auch die NRW-Landesregierung ist in der Pflicht. Jetzt müssen Ministerpräsidentin Hannelore Kraft und Umweltminister Johannes Remmel ihre Ankündigung wahrmachen, dass es hierzulande kein Fracking geben werde, solange sie im Amt sind.

Das Land muss die eigenen Möglichkeiten nutzen und zum Beispiel im Zuge der Aufstellung des Landesentwicklungsplanes ein Ausschluss der Fracking-Technologie verankern.

 

Pressekontakt: Dirk Jansen, BUND-Geschäftsleiter ,

01. 04.2015


Wir haben es satt - Demobericht der Kreisgruppe Steinfurt

Unser Bericht zur Teilnahme an der Demo in Berlin am 17. Januar 2015:


Mit einem vollbesetzten Bus des BUND starteten am Samstag Morgen 50 Bürgerinnen und Bürger aus dem Kreis Steinfurt nach Berlin, um sich dort an den Protesten gegen die Freihandelsabkommen mit den USA (TTIP) und Kanada (CETA) und gegen die Massentierhaltung zu beteiligen.

50.000 Menschen und über 90 Trecker zogen in einem bunten, kreativen und lauten Zug vorbei am Reichstag zum Bundeskanzleramt, um deutlich zu machen, dass sie die Entwicklungen in der Politik und der Landwirtschaft so nicht mehr hinnehmen wollen!

Drastisch und vielfältig waren die Themen der vortragenden Redner. Sie reichten vom existenzbedrohenden Bienensterben bei den Imkern, über die Beschreibung der katastrophalen Arbeitsbedingungen an den deutschen Schlachthöfen und den Existenzsorgen der Landwirte und Landwirtinnen bis zur Beschreibung des Kampfes gegen Schweinemastanlagen mit 70.000 und mehr Mastplätzen. Auch das Artensterben und die Bedrohung der Ressource `Trinkwasser` durch die Belastungen aus der Landwirtschaft waren ein Thema.

Hinweis: Lesen Sie hierzu die gemeinsame Presseerklärung der Verbände.


Für die Mitglieder des BUND und für die Demonstranten erschien es widersinnig, wenn gleichzeitig der Bundeslandwirtschaftsminister Schmidt auf der Grünen Woche von der Erschließung neuer Märkte für die Landwirtschaft in Asien sprach. „Es muss die Frage erlaubt sein, ob er nichts verstanden hat?“ Fleischproduktion aus Massentierhaltung für den Export, die hier die Lebensgrundlagen der Menschen bedroht! „Da sollte sich Herr Schmidt doch einmal daran erinnern, dass er auf das Grundgesetz vereidigt wurde und dort steht in § 20a: die Lebensgrundlagen künftiger Generationen sind zu sichern!“


Das „Wir haben es satt!“-Bündnis hat in den letzten Jahren viel Aufmerksamkeit erreicht:

- TTIP ist in aller Munde und 97% der Europäer lehnen mehr Macht für Konzerne ab,

- 1,2 Millionen Menschen haben in Europa schon die Petition gegen dieses Abkommen unterzeichnet und es müssen noch mehr werden!

- Bürgerinitiativen haben mit Hilfe des neuen Baugesetzes mehr als 100 Mega-Ställe verhindert.

- Gentechnik hat durch das Engagement einer breiten Bewegung auf unseren Äckern keinen Fuß gefasst.

Doch dies sind nur die Anfänge einer dringend notwendigen Agrarwende für eine Zukunft der Landwirtschaft in bäuerlicher Hand mit Rückhalt in der Gesellschaft.


50.000 Menschen formulierten ihre Forderungen:

    • raus aus der Industrialisierung der Landwirtschaft,

    • Schluss mit dem Bau tierquälerischer Megaställe,

    • nein zu den Freihandelsabkommen mit den USA und Kanada -

dies zum Schutz unserer Demokratie und der europäischen Umweltstandards und Unterstützung der bäuerlichen Landwirtschaft! Nur ein solcher Weg führt zum Erhalt der Böden und des Trinkwassers und erhält auf Dauer die Ernährungssicherheit und die Existenz der bäuerlichen Familien.


50.000 Teilnehmer waren auch gegen zunehmende rassistische Tendenzen in diesem Land und für ein buntes Miteinander aller Menschen in Deutschland.


17. 01.2015 Eigener Bericht / BUND Kreisgruppe Steinfurt


50.000 fordern den Stopp von Tierfabriken, Gentechnik und TTIP. Bauern und Verbraucher gehen vereint für eine Agrarwende auf die Straße

Berlin: In Berlin gingen zum fünften Mal Bäuerinnen und Bauern, Imkerinnen und Imker zusammen mit Verbraucherinnen und Verbrauchern für eine grundlegend andere Agrarpolitik auf die Straße. Das Bündnis forderte von der Bundesregierung eine klare Absage an das EU-USA-Handelsabkommen TTIP, einen wirksamen gesetzlichen Schutz der Land- und Lebensmittelwirtschaft vor der Gentechnik sowie den sofortigen Stopp des weiteren Ausbaus von Mega-Ställen. Der Demonstrationszug mit rund 50.000 Teilnehmern vom Potsdamer Platz zum Bundeskanzleramt wurde von einem Fahrzeugkonvoi mit mehr als 90 Traktoren angeführt.

Das "Wir haben es satt!"-Bündnis hat in den letzten Jahren viel erreicht: TTIP ist in aller Munde und 97 Prozent der Europäer lehnen mehr Macht für Konzerne ab. Bürgerinitiativen haben mit Hilfe des neuen Baugesetzes mehr als 100 Mega-Ställe verhindert. Gentechnik hat durch das Engagement einer breiten Bewegung auf unseren Äckern keinen Fuß gefasst. Doch dies sind nur die Anfänge einer dringend notwendigen Agrarwende für eine Zukunft der Landwirtschaft in bäuerlicher Hand mit Rückhalt in der Gesellschaft.

"Das EU-USA-Handelsabkommen (TTIP) dient einseitig global agierenden Konzernen und wird vielen bäuerlichen Betrieben hier und weltweit die Existenzgrundlage entziehen. Gleichzeitig drohen die Verbraucherstandards gesenkt zu werden", sagte Jochen Fritz, Sprecher des "Wir haben es satt!"-Bündnisses. "Das heißt mehr Gentechnik im Trog und Hormonfleisch durch die Hintertür. Deswegen fordern wir von Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel TTIP zu stoppen!"

Die Agrarpolitik der Bundesregierung wird von den Veranstaltern scharf kritisiert. Sie habe dazu beigetragen, dass beispielsweise seit dem Jahr 2000 mehr als Dreiviertel der SchweinehalterInnen aufgegeben haben, während Fleischkonzerne zunehmend die Tierhaltung übernähmen. Trotz eines Selbstversorgungsgrades mit Fleisch von 120 Prozent würden weiter Mega-Ställe in Deutschland genehmigt. 

"Die Strategie, die Produktion immer weiter auszudehnen, was zu Dumping-Exporten auf dem Weltmarkt führt, ist gescheitert. Die Landwirtschaft in Deutschland braucht eine Zukunft jenseits von Tierfabriken und Mega-Schlachthöfen", so Fritz. "Wenn die Bundesregierung jetzt nicht handelt, zementiert sich eine agrarindustrielle Struktur, die nicht mehr veränderbar ist. Die Zukunft liegt in der Ernährungssouveränität auf Basis regionaler Märkte."

Der Vorsitzende des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Hubert Weiger, sagte in seiner Rede bei der Abschlusskundgebung vor dem Bundeskanzleramt: "Der Protest gegen die bisherige Agrarpolitik bringt erste Erfolge. Dank bundesweit rund 250 Bürgerinitiativen wurden mehr als 100 geplante Riesen-Ställe nicht gebaut. Endlich werden artgerechte Ställe stärker gefördert und Agrarminister Schmidt hat angekündigt, gegen den überhöhten Antibiotika-Einsatz in der Tierhaltung vorzugehen. Noch immer profitieren Fleischkonzerne und Handelsketten davon, dass die Agrarindustrie die Produktions- und die Umweltkosten der Allgemeinheit aufbürdet. Zugleich wächst das Bewusstsein der Verbraucher über die Risiken und Nebenwirkungen der industriellen Landwirtschaft. Die Lebensmittelerzeugung in bäuerlichen und mittelständischen Betrieben muss endlich vor unfairen Wettbewerbsbedingungen geschützt werden und mehr Anerkennung finden."

 

 

Zu den einzelnen Themen finden Sie hier Statements der Rednerinnen und Redner:

Zu bäuerlicher Landwirtschaft

Georg Janßen, Bundesgeschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL):

„Aktuelle Erzeugerpreise von 1,30 Euro pro Kilo Schweinefleisch und 28 Cent pro Liter Milch zerstören die Existenzen vieler bäuerlicher Betriebe. Doch die Bundesregierung rät den Bauern weiter zum ‚Wachsen oder Weichen‘. Sie räumt dem Export höchste Priorität ein und bedient damit die Interessen der Agrarindustrie nach billigen Rohstoffen. Wir fordern als Bäuerinnen und Bauern die Bundesregierung auf, die Rahmenbedingungen für faire Preise und für kleine und mittlere bäuerliche Betriebe deutlich zu verbessern. Dafür kämpfen wir weiter im Bündnis mit der Zivilgesellschaft.“

Zum Freihandelsabkommen TTIP

Christoph Bautz, Geschäftsführer von Campact:

"Wenn Monsanto, Bayer und Co. mit TTIP und CETA Gentechnik-Verbote aushebeln können, dann trifft das auf den breiten Widerstand der Bevölkerung. Private Schiedsgerichte, vor denen Konzerne Staaten verklagen können, sind ein Angriff auf Verbraucherrechte und unseren Rechtsstaat. Doch der heutige Tag zeigt, welch kraftvolle Bürgerbewegung gegen TTIP und CETA entsteht."

Zu Tierfabriken

Hubert Weiger, Vorsitzender des Bunds für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND):

„Der Protest gegen die bisherige Agrarpolitik bringt erste Erfolge. Dank bundesweit rund 250 Bürgerinitiativen wurden mehr als 100 geplante Riesen-Ställe nicht gebaut. Endlich werden artgerechte Ställe stärker gefördert und Agrarminister Schmidt hat angekündigt, gegen den überhöhten Antibiotika-Einsatz in der Tierhaltung vorzugehen. Noch immer profitieren Fleischkonzerne und Handelsketten davon, dass die Agrarindustrie ihre Produktionskosten auf die Allgemeinheit abwälzt. Zugleich wächst das Bewusstsein der Verbraucher über die Risiken und Nebenwirkungen der industriellen Landwirtschaft. Die Lebensmittelerzeugung in bäuerlichen und mittelständischen Betrieben muss endlich vor unfairen Wettbewerbsbedingungen geschützt werden und mehr Anerkennung finden."

Zu der internationalen, bäuerlichen Perspektive

Elizabeth Mpofu, Internationales Sekretariat von La Via Campesina:

„Wir Kleinbauern brauchen Schutz vor einer Industrialisierung von Landwirtschaft und Ernährungssystemen, die im Namen von Fortschritt und Wachstum von den Multinationalen Konzernen, aber auch der Politik vorangetrieben wird. Eines von vielen negativen Beispielen, die eine Bedrohung von Kleinbauern darstellt, ist die sogenannte  New Alliance for Food Security and Nutrition der G7 Staaten. Diese Initiativen stehen dafür was wir nicht wollen. Nicht in Afrika und nicht in Europa. Was wir fordern ist eine globale Ernährungswende im Sinne von Ernährungssouveränität und Agrarökologie.“

Stig Tanzmann, Landwirtschaftsexperte von Brot für die Welt:

„Die Politik auf deutscher, europäischer und globaler Ebene muss endlich die Grundlagen dafür schaffen, dass die Bäuerinnen und Bauern, die die Ernährung der Welt sichern, angemessen für ihre harte Arbeit entlohnt werden und eine gesicherte Zukunft haben. Dies verlangt aus unserer Sicht eine radikale Abkehr einer Exportorientierung und dem Dogma Wachse oder Weiche. Die Produzenten von Lebensmitteln dürfen nicht länger von Agrarkonzernen gegeneinander ausgespielt werden, um ihre Profite zu sichern.“

Zu Gentechnik

Sabine Obermeier, Junges Bioland:

„Niemand kann die Wirkung von GVOs in Ökosystemen vorhersagen, auch nicht nach jahrelanger Forschung. So bleibt Gentechnik ein unberechenbares Risiko! Auf Kosten der genetischen Vielfalt wirtschaften, das kann nicht die Landwirtschaft der Zukunft sein. Mit Vielfalt wollen wir der Zukunft den Hof machen: Biodiversität und Unabhängigkeit bei der Wahl des Saatgutes sind wichtige Schlüssel dazu.“

www.wir-haben-es-satt.de

 

Fotos:

Bilder der Demonstration stehen Ihnen in Kürze unter folgendem Link zur Verfügung:

https://www.flickr.com/photos/80493129@N08/sets/72157647995393114/ Alle Fotos: „DieAusloeser.net,

Berlin“

 

Informationen:

Die Demo-Forderungen beruhen auf den Fakten des Weltagrarberichts, in dem 400 internationale

WissenschaftlerInnen eine Neuausrichtung der Landwirtschaft fordern: www.weltagrarbericht.de

 

Kontakt:

Interview-Anfragen:             Jochen Fritz, fritz@meine-landwirtschaft.de, Tel.: 0171-8229719

      Reinhild Benning, reinhild.benning@bund.net, Tel.: 0175-7263779

      Ulrich Jasper, jasper@abl-ev.de, Tel.: 0160-94804331

Allgemeine Anfragen:          Iris Kiefer, kiefer@wir-haben-es-satt.de, Tel.: 0176-23522052

 

Mehr Informationen


Leserbrief zur Landwirtschaft

"Wir haben es satt!"-Demo in Berlin

Aktuell verteidigen konventionelle Landwirte in Leserbriefen der hiesigen Presse ihre Agrarpolitik. Der BUND dagegen beklagt, dass es gerade im ländlichen Raum Westfalens sichtbar wird, dass es große Versäumnisse gibt. Anlässlich der “Grünen Woche” in Berlin ruft der BUND unter dem Motto “Wir haben es satt!” zu einer andere Agrarpolitik auf.

Unsere Meinung:

Es ist immer wieder schade zu lesen, dass die konventionellen Landwirte so gar nicht verstanden haben worum es eigentlich geht. Es geht um ihre Existenz und um unsere Lebensgrundlagen. Der massive Machtkampf zwischen den Betreibern großer Mastanlagen und den bäuerlichen Betrieben wurde provoziert durch die Politik der Bauernverbände. Die haben jahrelang wie ein Mantra „das Wachsen oder Weichen“ vor sich hergetragen! Das Ergebnis dieser Politik ist jetzt natürlich „das Weichen“ der kleineren und mittleren Betriebe!

Doch das Hauptproblem für die Menschen ist die Produktionsweise in der konventionellen Landwirtschaft. Antibiotikaeinsatz, steigender Dünge- und Spritzmittelverbrauch (siehe jährliche Statistik des Bundesumweltamtes), Zunahme von Maisanbau, Verdichtung der Böden durch Einsatz von immer größeren Maschinen, hohe Keimbelastung durch Ställe und Tiertransporte und Missachtung von Tierschutzgesetzen in den Mastanlagen bei gleichzeitigem Rückgang der landwirtschaftlichen Flächen führen zu einer Belastung für die Menschen, die nicht mehr hinnehmbar sind.

Unsere Fließ- und Grundgewässer sind zunehmend durch Nitrat hoch belastet und wie die Bestandsaufnahme des Landesamtes für Umwelt- und Naturschutz 2013 gezeigt hat, hat sich diese Belastung im gesamten Münsterland seit 2008 noch erhöht! Wenn man dann noch betrachtet, dass die aufgebrachte Gülle nur 60-80cm pro Jahr einsickert, dann wird schnell klar,dass die jetzt gemessenen, schlechten Werte im Grundwasser von der Gülle stammt, die vor 10 und mehr Jahren aufgebracht wurde

Wie der Studie des Umweltbundesamtes „Rechtliche und andere Instrumente für vermehrten Umweltschutz in der Landwirtschaft“ hervorgeht, ist keines der Umweltziele in der Landwirtschaft auch nur annähernd erreicht und es bedarf größerer Anstrengungen, um im Sinne von § 20a GG die Lebensgrundlagen für künftige Generationen zu sichern!

Doch wie soll diese Sicherung aussehen, wenn auf 60% der landwirtschaftlichen Fläche inzwischen Tierfutter und auf 12% Energierohstoffe angebaut werden, wenn die Landwirtschaft jährlich 40 Mio. t CO²-emissionen erzeugt, wenn ökologisch wertvolles Grünland immer weiter zu Gunsten des Maisanbaus umgebrochen wird? Und dieses Tun auch noch mit jährlich 10 Milliarden Euro staatlicher Hilfen subventioniert wird! Wann werden die konventionell arbeitenden Bauern endlich begreifen, dass die Grundlage ihrer Betriebe - die Böden - durch Erosion, Verdichtung, Verlust von organischer Substanz und Bodenlebewesen schwer belastet werden, dass die Bodenfruchtbarkeit damit langfristig degradiert wird, was zu einem Verlust der Ernährungssicherheit und zu einer Bedrohung ihrer Existenz führen wird?

BUND Kreisgruppe Steinfurt

 

veröffentlicht am 19.01.2015


Was lange wehrt, wird endlich gut - harte Arbeit zahlt sich nach 28 Jahren endlich aus

Links die alte, rechts die neue Zufahrtsbrücke zu den landwirtschaftlichen Flächen im neuen Emsbogen bei Entrup/Saerbeck

von Brigitte Meibeck. Mitglieder der Naturschutzverbände besichtigten in dieser Woche die Bauarbeiten am Emsprojekt in Hembergen. „Endlich“, so Heinz Rinsche, „wird nach 28 Jahren harter Arbeit der Ems wieder Raum gegeben, der bestehende Altarm wieder angeschlossen. Ein großes Projekt für den Hochwasserschutz und für die Entwicklung der Natur in diesem Bereich“.

 

 

Herr Rinsche erläuterte während der Wanderung, wie wichtig dieses Projekt für den Erhalt wertvoller Strukturen ist. Der Silberweidenwald und die angrenzenden Bereiche bieten seltenen Pflanzen und geschützten Tieren einen Lebensraum. Pirol, Eisvögel und Nachtigallen sind hier nicht selten anzutreffen.

„Nach den vergangenen Starkregenereignissen mit gravierenden Folgen in Greven und Münster“, so Friedel Hesseling vom BUND, „ist dies auch ein wichtiger Schritt auf dem Weg für den Schutz der Menschen. Die entstehenden Retentionsflächen bieten bei Hochwasser dem Wasser die Möglichkeit abzufließen“.

 

Allerdings gibt es auch einen Wermutstropfen. 770.000 € aus dem Topf für die Umsetzung der europäischen Wasserrahmenrichtlinien und des Hochwasserschutzes werden für eine Privatbrücke eines Landwirtes ausgegeben, damit er seine Felder bequem erreichen kann, obwohl es über den Emssperrdeich sicher eine billigere Lösung gegeben hätte. „Von diesem Geld hätte man besser weitere Hochwasserschutzprojekte umsetzen können. Hoffentlich entsteht jetzt nicht wieder die Mär vom teuren Naturschutz“, so Hesseling. Insgesamt sind sich die Teilnehmer aber einig, dass hier ein Bereich entsteht, der sich zu einem Leuchtturm des Naturschutzes entwickeln kann.

 

veröffentlich am 04.12.2014


Familiencamp in Altenberge

Zelten neben Schafen und unter Gewitterwolken
„Papa, was war die witzigste Nacht deines Lebens?“ fragt die achtjährige
Malina ihren Vater. Der Vater überlegt noch, da ergänzt sie bestimmt:
„Meine war die am letzten Sonntag“. Malina ist ein Kind der insgesamt
neun Familien, die auf dem Biohof Entrup in Altenberge ihre Pfingsttage
in einem BUND-Zeltlager verbracht haben. In der Nacht von Sonntag auf
Montag saß sie mit noch weiteren fünf Kindern, deren Eltern und zwei
Teamern in einem kleinen VW-Bulli und gemeinsam wurden Witze erzählt. So
harrte die Gruppe dem Gewitter aus, das die Familien aus ihrem Schlaf
riss und vor dem sie Zuflucht in den drei Autos suchten, die für diesen
Fall auf dem Zeltgelände verblieben sind. Da die Kinder aber früh genug
geweckt wurden und alle Eltern entspannt blieben, konnte bei diesem
Erlebnis das ein oder andere Kind seine Angst vor einem Gewitter überwinden.
Auch viele andere Hürden wurden von den Lagerteilnehmern überwunden, von
denen fünf das erste Mal in einem Zelt geschlafen haben. Zecken, Mücken,
kaltes Wasser und ein „Waldklo“ wurden gerne in Kauf genommen für das,
was es alles zu erleben gab. Den ganzen Tag verbrachten die Familien
unter freiem Himmel, verspeisten gemeinsam an einer langen Tafel frische
Produkte vom Hof während sie beobachten konnten, wie die Schafe des
Hofes auf die Weide getrieben wurden. In wenigen Stunden waren die
Kinder eine eingeschworene Gruppe und amüsierten sich beim Spielen im
Wald, mit den Schafen, in den Pfützen oder auf der Wasserrutschplane.
Doch auch einige spannende Unternehmungen standen auf dem Programm. Die
Kinder konnten am Hof nicht nur den Schafen beim Melken zugucken und die
frische Milch auch selbst probieren. Sie halfen auch beim Einpflanzen
kleiner Rosenkohlpflänzchen mit und in einer Hofralley lernten sie den
Hof und das kleine Wäldchen genauer kennen. Viel Spaß hatten die
Familien auch bei der Lagerolympiade, bei der die Familien im
„Zapfenkacken“, Zielwurf, Pantomine, Hindernisparcour, Pyramiden bauen
und Weitrutschen gegeneinander antraten. Und wem das alles nicht genug
war, der konnte am Sonntag vormittag noch einen Ausflug zu einem
Nachbarhof zum Ponyreiten unternehmen.
„Auch wenn es drei richtig tolle, erlebnisreiche Tage mit einer super
Stimmung waren, so bin ich doch froh, dass wir am Montag abgereist
sind“, so eine der Campleiterinnen Bettina Labesius. Denn den
Gewittersturm, der am Montag Abend durch NRW fegte, haben wir uns dann
doch lieber entgehen lassen.


//Weitere Informationen zu dem Familiencamp sowie zu weiteren Freizeiten
der BUNDjugend NRW finden Sie unterwww.bundjugend-nrw.de oder unter der
Tel. 02921/346943.//


Presse zur BUND Jahresversammlung 2014

25.03.2014    BUND-Jahres-Versammlung 2014 zu dem Themen:

"TTIP- Das Welthandelsabkommen EU und USA"

„Neuaufstellung Regionalplan Münsterland“

„Zukunft URENCO Gronau“

 
EMSDETTEN: „Die geheimen Verhandlungen über das derzeit diskutierte Freihandelsabkommen (TTIP) zwischen der EU und den USA müssen gestoppt werden. Die Fakten müssen offen auf den Tisch gelegt werden. Die Bevölkerung muss umfassend informiert werden, um so zu einem demokratisch akzeptablen Ergebnis zu kommen“ erklärte Dr. Michael Harengerd, Vorstandsmitglied im Landesvorstand des BUND – Bund für Umwelt und Naturschutz e.V. - am vergangenen Dienstag bei der Jahresversammlung der Kreisgruppe des BUND in Emsdetten. Er manifestiert damit die Forderung der Umweltschützer. Das Vorsorgeprinzip, dass in der EU verankert sei, werde durch ein Abkommen mit den USA ausgehebelt. Die Auswirkungen auf die Umweltstandards auch im Münsterland wären desaströs, so Harengerd. Die Details dazu verdeutlichte er in dem Beispiel des Frackings, der Exploration von Schiefergas, wie es in den USA praktiziert wird. „Was mit vielen bereits bekannten negativen Folgen für die Umwelt dort praktiziert wird, darf im Münsterland nicht passieren“ erläuterte er.  Für einen entgangenen Gewinn können ausländische Firmen als Investoren die Bundesrepublik Deutschland vor internationalen Gerichten auf Schadenersatz verklagen. Die nationalen Gesetze gelten dann nicht!

Drei heiße Eisen mit überregionaler Bedeutung standen an diesem Abend im gut besuchten Saal der Verbundsparkasse Emsdetten auf der Tagesordnung des BUND.
Zunächst waren die negativen Aspekte des Freihandelsabkommens (TTIP) zwischen der EU und den USA mit den dramatischen Auswirkungen auch auf das Münsterland das Top-Thema .

Im zweiten Vortrag ging es um die Neuaufstellung des Regionalplans Münsterland, der soeben vom Regionalrat verabschiedet wurde. Hier wurde versäumt, dem Landschaftsverbrauch einen wirksamen Riegel vorzuschieben. Erhebliche Flächen, im Kreisgebiet waren es allein 143 qkm, die bisher als Bereiche zum Schutz der Natur  (BSN) ausgewiesen waren, wurden freigestellt. „So werden wertvolle Flächen für den Artenschutz entwertet, da auch der Grundsatz zum Schutz der biologischen Vielfalt fehlt. So wird den negativen Folgen der Agrarindustrie mit der weiteren Ausbreitung von Maiswüsten Vorschub geleistet“, so Harengerd in seine Ausführungen. Höchst bedauerlich auch, dass in der Planung kein Ansatz der regionalen Steuerung von Windkraftvorranggebieten erfolgt sei, bedauerten die Umweltschützer in der weiteren Diskussion.

Im letzten Vortrag informierte Peter Bastian von der Anti- Atominitiative Münsterland über die aktuelle Situation zum angestrebten Verkauf der Urenco in Gronau. Er zeigte auf, wie sich Urenco in den letzten 30 Jahren zu einem Weltkonzern entwickelt habe. „Der Atomausstiegsbeschluss der Bundesregierung wird durch das politische Vorhaben eines Verkaufs des Konzens konterkariert“, so Bastian und es gäbe auch bei den Niederländern gravierende Vorbehalte gegen einen Verkauf und auch weiteren Diskussionsbedarf.

Der Abend war wieder voll gespickt mit vielen brennenden Themen, die den Umwelt- und Naturschützern auf den Nägeln brennen. „Leider können wir nicht sämtliche Aspekte heute thematisieren, da wir hierfür personelle Verstärkung benötigen“, so Hesseling. Der BUND sucht interessierte Mitbürger, die Lust haben, sich hier vor Ort umweltpolitisch oder im Bereich der Umweltbildung zu engagieren.  Jeder kann sich im Rahmen seiner Möglichkeiten einbringen.

Ein besonderes Erlebnis wird wieder das Pfingstlager der BUND-Jugend in Altenberge sein. Vom 06. bis zum 09. Juni findet dann das Familiencamp auf Hof Entrup statt. Dabei können die Teilnehmer das natürliche Landleben kennen und lieben lernen. Junge Familien  mit Kindern sind hierzu herzlich eingeladen.

Im Anschluss an die öffentliche Sitzung fanden die vereinsinternen Wahlen statt. Der bisherige Vorstand wurde nach der Entlastung einstimmig wieder gewählt.

Weitere detaillierte Informationen zu den Themen des Abends sind zu finden auf der Internetseite des BUND
 www.umweltverbaende-emsdetten.de  und www.bund-steinfurt.de

Bericht und Fotos:    F. Hesseling


Einladung zur Jahresmitgliederversammlung 2014

Die BUND-Kreisgruppe Steinfurt lädt alle interessierten Mitbürger ein zur Informationsveranstaltung über den Regionalplan und das Freihandelsabkommen
Dienstag, 25.03.2014 ab 19.00 Uhr
in der Villa Schilgen (Sparkasse), Kirchstr. 34 in Emsdetten

Der Info-Tisch steht ab 18.30 Uhr bereit.

Tagesordnung:
1.    Begrüßung
2.    Tagesordnung, Protokollführung
3.      Themen des Abends:
3a.      "Urenco/UAA Gronau - neue Entwicklungen und Perspektiven"
3b.       Der neue Regionalplan Münsterland:
             Förderung der Maissteppe statt Natur- und Kulturlandschaftsschutz
3c.        Transatlantisches Freihandelsabkommen:   Auswirkungen auch im Münsterland?

Diskussion und
kleine Pause mit Imbiss gegen 21.00 Uhr

4.    Jahresbericht, Ergänzung und Aussprache
4a.     Finanzbericht
5.    Kassenprüfungsbericht, Aussprache, Entlastung
6.    Wahlen
7.    Verschiedenes

Ende soll gegen 22.00 Uhr sein.

 

Referent für die beiden Themen ist Dr. Michael Harengerd. Er ist Vertreter der Naturschutzverbände im Regionalrat Münster, Mit­glied im BUND-Landesvorstand, Vorsitzender des Vereins Biologische Station „Rieselfel­der Münster“. Seit Jahren begleitet er kritisch und konstruktiv die Aufstellung von Gebiets­entwicklungsplänen im Regierungsbezirk Münster, jetzt den Regionalplan Münsterland, ebenso wie die Aufstellung des Landesentwicklungsplans. Auf Basis des Regionalplans erfolgen die weiteren Planungen im kommunalen Bereich.
Mit dem Freihandelsabkommen zwischen der EU und den USA soll vordergründig eine Erleichterung für den transatlantischen Handel einiger international tätiger Firmen erreicht werden. Das Zustandekommen dieses Abkommens hätte dramatische Auswirkungen auch auf das Münsterland. Das wird in diesem Vortrag aufgezeigt.

Wir würden uns freuen, Sie begrüßen zu dürfen.


Neues aus der Kreisgruppe

19.06.2013 Emsdetten: Ein geplantes Treffen mit Parlamentariern und die diesjährige Leuchtturm-Verleihung bildeten den Auftakt der Kreisgruppensitzung. Nach einem motivierenden Rückblick auf das Familiencamp der BUND-Jugend ging es an die Bildungsoffensive, die den Schwerpunkt der Arbeit ab dem Herbst bilden wird. Einige pragmatische Ideen liegen bereits auf dem Tisch. Die nächste "Distel" soll passend dazu erscheinen.

16.05.2013 Altenberge: Die kommende Landesdelegiertenkonferenz und die Themenfestlegung für die nächste Ausgabe der "Distel" - über diese Themen diskutierten die Mitglieder der Runde intensiv. Ein positives Fazit zogen die Teilnehmer der Besichtigung des Bioenergieparks am 4. Mai.

17.04.2013 Emsdetten: Traurig nahmen die Mitglieder die Nachricht vom Tod Erhard Heilmanns auf, der zu den Wegbereitern des BUND im Kreis Steinfurt zählte. - Die Vorbereitung der Besichtigung des Bioenergieparks Saerbeck, eine Distel-Redaktionskonferenz, ein kurzer Rückblick auf die erfolgreiche Jahreshauptversammlung und anstehende Termine - darum ging es in der verbliebenen Zeit. 


Jahreshauptversammlung: "Naturschutz beginnt auf dem Teller!"

19.03.2013 Emsdetten: "Die Köpfe sind offen, die Menschen bereit" für die Veränderung, für die Energiewende - so fasste Klaus Brunsmeier die aktuelle Lage auf der Jahreshauptversammlung 2013 zusammen. Anders gesagt: "Energiewende funktioniert zurzeit nur von unten", während die Politik die nötigen und von der Bevölkerung akzeptierten Veränderungen blockiere. Sein inhaltsreicher Vortrag "Unser täglich Brot" stieß im vollbesetzten Saal der Emsdettener Kreissparkasse auf große Zustimmung.

Über "Naturschutz oder Kalkabbau" referierte Sigrid Elling-Augé, Mitglied in der Bürgerinitiative Pro Teuto. Sie zeigte anhand von Fotos und Grafiken die fortschreitende und geplante Zerstörung im Bereich Lengerich/Lienen durch den Kalkabbau. Der Teuto ist nach der Emsaue immerhin das zweitgrößte Flora-Fauna-Habitat im Kreis Steinfurt - mit Kalktuffquellen und Waldmeister-Bodenwald. Soll das geopfert werden mit dem fragwürdigen Hinweis auf gefährdete Arbeitsplätze? Dabei habe eine der Kalkabbau vor Zeiten Hoffnungen auf 400 Arbeitsplätze geweckt - und nur 220 seien es geworden! Um Arbeitsplätze gehe es der Industrie also nicht, sondern nur um das Ausbeuten eines Rohstoffs.

Die neuen Initiativen zur Umweltbildung im BUND stellte Mareike Kursawe vor. Das diesjährige Familien-Camp der BUND-Jugend soll vom 30. Mai bis zum 2. Juni in Altenberge stattfinden. Die Kreisgruppe Steinfurt leistet finanzielle Zuschüsse.

Nach diesen Hauptreferaten diskutierte die Versammlung verschiedene Themen, wie zum Beispiel die Privatisierung des Wassers, das Fracking oder die Entwicklung des Flughafens Münster-Osnabrück. Nach einer Pause mit leckerer Suppe ging es dann an organisatorische Fragen. "Sehr informativ!" war aus den Reihen der Teilnehmer bei der Verabschiedung zu hören.

Friedel Hesseling
Klaus Brunsmeier
"Teller oder " ... was?
Sigrid Elling-Augé
Fracking
"Fleischatlas" und andere Infos

Neues aus der Kreisgruppe

20.2.2013 Metelen: Die Einladung ist geschrieben und unterwegs zu Ihnen - wir erwarten Sie zur Jahreshauptversammlung 2013. Hier finden Sie die Einladung.

 

30.1.2013 Altenberge: Die Vorbereitung der Jahreshauptversammlung steht für den Kreisgruppenvorstand im Vordergrund der Arbeit. Am 19.03.2013 findet die Versammlung in Emsdetten statt - genauere Angaben folgen. Hauptthema: Nahrungsmittel. In diesem Zusammenhang begrüßt die Kreisgruppe die Gründung einer Bürgerinitiative gegen Intensivtierhaltung in Laer.

19.12.2012 Altenberge: Eine erste Themensammlung für die nächste Jahreshauptversammlung im März 2013 sowie Finanzfragen beherrschten die Diskussion.

17.10.2012 Laer: Über den Kalkabbau im Teutoburger Wald sowie den Bioenergiepark Saerbeck entwickelte sich eine rege Diskussion. In die Zukunft gerichtet sind Überlegungen zur Einrichtung von Stellen nach dem Bundesfreiwilligendienst.

Und: Die "Distel" erscheint in Kürze wieder, das Informationsblatt der Kreisgruppe.

21./22.04.2012 Bielefeld. Exkursion und Diskussion - dies waren die Hauptaktivitäten der beiden Steinfurter und der vielen anderen Delegierten bei der diesjährigen Landesversammlung des BUND NRW.

Eine Exkursion zu einer Naturwaldzelle und in den künftigen Nationalpark Teutoburger Wald/Senne/Eggegebirge setzte den thematischen Auftakt. Auf der eigentlichen Landesdelegiertenkonferenz diskutierte man intensiv über Berichte des Vorstands und der Arbeitskreise sowie Satzungsanträge. Einen Schwerpunkt bildeten die Projekte der BUND-Jugend, die auch mit der Kreisgruppe Steinfurt eng kooperiert.

Fotos: in der Naturwaldzelle - in der Senne - Diskussion

17.04.2012 Emsdetten. Planungen und Absprachen für mehrere Termine standen auf dem Programm: die kommende Landesdelegiertenkonferenz, einen Besichtigungstermin beim Bioenergiepark Saerbeck, das Naturparkfest Terra.vita sowie die Einweihung eines Schafstalls auf Hof Entrup. Aber diskutiert wurden auch Fragen des Radverkehrs und der Finanzen.

20.03.2012 Emsdetten: Jahreshauptversammlung
"Für das Umwelt-Agenten-Camp gibt es noch freie Plätze", so Mareike Kursawe, die die bisherige Planung des Pfingstlagers vorstellte. Danach löste Ralf Bilke mit seinem Vortrag über die Massentierhaltung eine lebhafte Diskussion aus. Thematisiert wurden außerdem die neueren Entwicklungen im Atomdreieck Ahaus-Gronau-Lingen, beim Flughafen Münster-Osnabrück und zum Fracking in Nordwalde.

11.01.2012 Altenberge. "Wir haben es satt!": Die Teilnahme an der geplanten Groß-Demonstration am 21.01.2012 in Berlin stand zunächst im Vordergrund. Aber dann ging es zügig an die Planungen für das neue Jahr: Programmplanung und Jahresmitgliederversammlung, aber auch die Auszeichnung neuer Leuchtturmprojekte.

07.12.2011 Emsdetten. Über den Bioenergiepark Saerbeck, die Abfallwirtschaft im Kreis und die Zukunft aufgegebener Bundeswehrstandorte ging es diesmal: Wie geht es weiter, und was sind aus BUND-Sicht kritische oder konstruktive Aspekte? 
Und besonders im Fokus: der Energiesparcup (ECCC), zu dem wir auch die Bürger im Kreis aufrufen.

09.11.2011 Burgsteinfurt. Die Windenergie im Kreis Steinfurt war das beherrschende TOP-Thema der Vorstandssitzung. Die Diskussion soll beim nächsten Mal fortgeführt werden. 
Zur Fehlentwicklung in der Landwirtschaft soll es demnächst ein Pressegespräch geben. Außerdem diskutierten die Mitglieder über den Radverkehr und den Flughafen Münster-Osnabrück. Und schließlich ging es um die Vorbereitung der nächsten Jahreshauptversammlung.

 

12.10.2011 Emsdetten. Besonders intensiv diskutierten die Vorstandsmitglieder über den Flughafen Münster-Osnabrück, neue Vorschläge für die Jugendarbeit im kommenden Jahr sowie einen Lösungsvorschlag zum Radverkehr in Steinfurt.
Für die Homepage wurde der Startschuss gegeben!

 

07.09.2011 Laer. Thematisiert wurde in der Vorstandssitzung die kommende Besprechung des Landschaftsbeirats, bei der unserer Vertreter mehrere Punkte zur Sprache bringen will, die bislang nicht behandelt wurden, zum Beispiel die bisher bekannt gewordenen Änderungen im Regionalplan.

Außerdem ging es um förderungswürdige Projekte sowie den weiteren Aufbau der Homepage.

 

Die ausgetauschten Veranstaltungstermine sind unter dem Menüpunkt Termine eingetragen.

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Quelle: http://www.bund-steinfurt.de/index.php?id=121