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Leuchttürme

Unsere Modell- und Förderprojekte

BUND zeichnet Bioland-Hof Fiegenbaum aus

Die Steinfurter Kreisgruppe des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat den Ladbergener Bioland-Hof Fiegenbaum als ‚Leuchtturm‘ ausgezeichnet. „Wir würdigen hiermit einen bodenständigen, bäuerlichen Familienbetrieb, der sich aus tiefer Überzeugung heraus der umwelt- und tierschutzgerechten Landwirtschaft verschrieben hat“, so Friedel Hesseling, Sprecher der BUND-Kreisgruppe Steinfurt. Mit ihrer täglichen Arbeit erzeugten Fiegenbaums und ihre ökologisch wirtschaftenden Berufskollegen Lebensmittel, wie sie von immer mehr Verbrauchern gewünscht und gekauft werden. „Unser Münsterland braucht mehr solcher Bauern!“

Zu der kleinen Feierstunde, die am Mittwoch, 4.02.2015 auf dem Biolandhof statt fand, war auch Ralf Bilke, der agrarpolitische Sprecher des BUND Landesverbandes NRW aus Düsseldorf gekommen.

Die Auszeichnung als Leuchtturm vergibt der BUND als besondere Anerkennung für das langjährige, beharrliche Engagement von Reinhard und Monika Fiegenbaum für eine gentechnikfreie Landwirtschaft. Gemeinsam mit anderen Bäuerinnen und Bauern haben sie frühzeitig das Thema ‚Gentechnik‘ aufgegriffen und in den eigenen Berufsstand und die breite Öffentlichkeit getragen. Sie haben beherzt die größte gentechnikfreie Region in Nordrhein-Westfalen mit aufgebaut und stoßen bis heute immer wieder wichtige, wenngleich für die Landwirtschaft manchmal unbequeme Diskussionen an. „Ihr Engagement ist überregional bedeutsam. Für diesen großen persönlichen Einsatz danken wir!“, so Ralf Bilke in seinem Statement.


Neuland feiert 25-jähriges Bestehen

Lotte, 1.9.2013
September, Erntedank und Zeit der Hoffeste. Ein ganz besonderes Hoffest feierte  der Erzeugerverband NEULAND auf dem Hof Steinmann in Lotte. Hier am östlichen Rand des Kreises Steinfurt, vor den Toren von Osnabrück, wurde das 25-jährige Bestehen von Neuland gefeiert.
Ein buntes Fest, hier auf dem Hofgelände an der Ibbenbürener Straße. Bei sonnigem Wetter gibt es  Jazz-Musik von NoSense, Bratwurst und Bier, dazu ein umfangreiches Rahmenprogramm mit Hofführung und Fachforum. Viele Gäste sind hier, darunter viele Landwirte und Verbraucher. Die eingeladenen Vertreter der Parteien sind nicht gekommen, wohl mit der Meinung, dass für sie hier keine Stimme für die anstehende Bundestagswahl zu holen wäre. Dabei ist die Erfolgsgeschichte von Neuland doch hoch politisch.


Grußwort Prof. Hubert Weiger
“Das Konzept einer regional und am Tier orientierten Landwirtschaft muss Eingang finden in unser gesamtes Handeln, sonst geht es gegen die Wand. Das Label „NEULAND“ ist eine Absage an die konventionelle Landwirtschaft“, betonte Prof. Hubert Weiger, Bundesvorsitzender des Bund für Umwelt und Naturschutz in Deutschland, bei seiner Laudatio zu Beginn. „NEULAND ist unsere gemeinsame Kampfansage gegen die industrielle Agrowirtschaft und Leitbild für eine artgerechte Nutztierhaltung, umweltschonender und ökologisch orientierter kleinbäuerlicher Betriebsführung und Vermarktung“.
Vor 25 Jahren hatte der BUND - Bund für Umwelt und Naturschutz-, gemeinsam mit der ABL – der Arbeitsgemeinschaft bäuerlicher Landwirtschaft - und dem Deutschen Tierschutzbund den Erzeugerverband NEULAND gegründet.

Neuland
„Damals war es eine Provokation für die traditionelle Landwirtschaft, Wachstum und Intensivierung den Rücken zu kehren und sich auf artgerechte Nutztierhaltung zu spezialisieren. Dazu die Idee einer  Vermarktung auf regionalen Märkten. Und schließlich alles unter der Prämisse von Gesundheit, Umwelt und  Tierschutz“, erklärte Jochen Dettmer, der Bundesgeschäftsführer des Vereins Neuland.  „Damals gab man dieser Idee und dem Unternehmen NEULAND keine lange Lebensdauer.“ Totgesagte leben länger, fügt er lächelnd hinzu, denn inzwischen sei Neuland sogar zum Leitbild einer zukunftsorientierten und gesunden Landwirtschaft geworden. Heute wird Neuland in der Politik ernst genommen. Und immer mehr Landwirte stellen ihren Betrieb auf ökologischer Erzeugung gemäß den Richtlinien von Neuland um.


Hofbesichtigung mit Martin Steinmann
Die Neuland Richtlinien erklärt Martin Steinmann bei einer Führung durch die Ställe seines Hofes. Wir arbeiten ohne Gentechnik und benötigen keine Antibiotika. Es gibt strengste Vorgaben für die Stallsysteme für Schweine und Hühner. Die Tiere haben mehr Platz, immer frische Luft und sie  fühlen sich sichtlich wohl. Man kann die offenen lichtdurchfluteten Ställe besichtigen. In einem großen Wiesenareal scharren die Hühner. Diese Art der extensiven Tierproduktion ist teurer als in der konventionellen Landwirtschaft. Die Qualität rechtfertigt einen höheren Preis, dafür sind die Tiere gesund.

Johannes Remmel gratuliert
Am Nachmittag kommt Johannes Remmel, Landwirtschaftsminister in NRW und gratuliert. „Das Neuland-Konzept ist eine Alternative zur industrialisierten Landwirtschaft“, erklärt er in seinem Grußwort. Er spricht über die Nitratbelastung und den steigenden Medikamenteneinsatz in der konventionellen Landwirtschaft. Er benennt die Tierquälerei der Massentierhaltung mit ihrer Belastung für die Menschen und Tiere. Dies alles sei eine fatale Fehlentwicklung. Die Werte von Neuland dagegen seinen für umweltbewusste Verbraucher zunehmend alternativlos, so Remmel.

Fazit
In den letzten Jahren hat es in der konventionellen Landwirtschaft auch im Kreis Steinfurt einen Boom beim Ausbau von Massenproduktionsanlagen für Hühner, Schweine und Rinder gegeben.  Der Bedarf der Verbraucher in Deutschland kann schon längst gedeckt werden. Trotzdem setzt die Agrarlobby auf weiteres Wachstum.

Die Rückbesinnung auf eine gesunde Landwirtschaft nach den NEULAND-Leitlinien ist alternativlos. 25 Jahre Neuland sind gerade ein Anfang auf dem Weg zur Vernunft. Ein besonderer Ablass zum Feiern.
Text und Fotos: Friedel Hesseling

  • Hubert Weiger

  • Gäste
  • Hofbesichtigung
  • Hof Steinmann
  • Hühnerhof

Als Leuchtturmprojekt hat die BUND-Kreisgruppe die Hofanlage Entrup 119 bei Altenberge ausgezeichnet. 

Mehr dazu im Artikel (bitte auf den Titel klicken).


Umweltbildung in der Offenen Ganztagsschule

Seit mehreren Jahren fördert die Kreisgruppe die Umweltbildung in der Offenen Ganztagsschule der BUND-Jugend, die Schülern zum Beispiel in Westerkappeln das Erleben der Natur nahebringt.

Seit Jahren engagiert sich dort eine Pädagogin in herausragender Weise. Das unterstützen wir, denn die Kinder von heute sollen auch morgen noch die Natur achten und schützen.


Gagel-Sträucher schützen

Gagel-Sträucher gehören zu den gefährdeten Arten, die auch im Münsterland vorkommen. Deshalb beteiligt sich die Kreisgruppe des BUND personell und finanziell an einem mehrjährigen Projekt zum Schutz dieser Strauchart.

Viele kennen allerdings diesen Strauch nicht einmal vom Namen her.
Nähere Infos dazu gibt es beispielsweise in der Wikipedia.


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Minibild zum "Ankündigungsblatt zum TTIP-Vortrag"
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Dezember 2013: Die neue 'Distel' ist erschienen!
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