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Wir haben es satt: Samstag Demo in Berlin

Über 30000 Menschen waren am Samstag in Berlin zusammen gekommen, um für eine ökologische Landwirtschaftspolitik, gesundes Essen und eine faire Politik zu demonstrieren. Unter dem Motto „Wir haben es satt“ zogen sie vom Potsdamer Platz zum Bundeskanzleramt und forderten einen  Kurswechsel in der Agrarpolitik.

Auch eine Gruppe von aktiven umweltpolitisch orientierten Mitbürgern aus Emsdetten, Steinfurt, Greven und Ladbergen war früh mit einem Bus angereist, um dieser eindrucksvollen Demo Gewicht zu verleihen. „Wir wollen auch im Kreis Steinfurt die Auswüchse der Agrarindustrie stoppen, keine Großmastanlagen mit 40000 Tieren und mehr“ erklärte Reinhard Fiegenbaum „wir kämpfen für eine soziale, tiergerechte und ökologische Landwirtschaft“. Fiegenbaum ist Mitglied der AbL, der Aktionsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft. Der Bus aus  dem Kreis war gut gefüllt. Aus unterschiedlichen Interessengruppen hatten sich viele Junge und Ältere auf den Weg gemacht und waren dem Aufruf nach Berlin gefolgt.  

Es war schon die vierte Demo in Folge. Und heute war beim Auftakt der Potsdamer Platz überfüllt. Viele Gruppen und Initiativen aus allen Regionen machten mit und zogen lautstark vor das Kanzleramt. Beeindrucken, vor allem, da die Jugend so zahlreich vertreten war.  Übrigens war das Berliner Wetter ungewöhnlich frühlingshaft, die Sonne unterstützte alle engagierten Leute!

Prof. Hubert Weiger Vorsitzender des BUND  kritisierte in seiner Rede besonders das geplante Freihandelsabkommen zwischen der EU und den USA (TTIP). "Hinter verschlossenen Türen verhandelt die EU-Kommission über ein Freihandelsabkommen, das Bauern und Verbrauchern gleichermaßen schadet und umweltpolitisch enormen Schaden anrichten wird“. Und er fügte hinzu
"2014 ist ein entscheidendes Jahr, wir müssen das Freihandelsabkommen zwischen den USA und der EU stoppen“.
Carlo Petrini, der Präsident von Slow Food war extra aus Italien angereist, um die Demo zu unterstützen.  „Die bäuerliche Landwirtschaft ist durchaus modern, denn sie wirtschaftet nachhaltig, sozial und nutzt natürliche Ressourcen um die Ernährung zu garantiert“ so seine Botschaft.
„Wir fordern: Klasse statt Masse zu fairen Erzeugerpreisen“, so der Sprecher des Netzwerks Bauernhöfe statt Agrarfabriken, Eckehard Niemann.  
Am Ende eines langen Tages war auf der Rückfahrt die Stimmung im Bus besonders gelöst. „Es ist schon ein besonderes Erlebnis, bei so einer imposanten Demonstration mit zu machen“, meinte eine junge Demonstrantin aus Greven, „und im nächsten Jahr sind wir wieder dabei“, merkten ihre Freundinnen an.  

Hinweis:Aufgerufen zu der Demonstration hatte das "Wir haben es satt!"-Bündnis aus über 100 Organisationen, dem BUND, der AbL, viele Bäuerinnen und Bauern, ImkerInnen, Natur-, Tier- und Verbraucherschützer, MISEREOR, Entwicklungsorganisationen und anderen Initiativen.

18. Januar 2014

Friedel Hesseling


Einzelmeldungen

  • Einwände gegen Hähnchenmast in Niedersachsen eingebracht
    Eine riesige Mastanlage im nahegelegenen Neuenkirchen-Vinte wird sich auch im Kreis Steinfurt negativ bemerkbar machen. Deshalb haben sich die drei Umwelt- und Naturschutzverbände BUND, Nabu und ANTL zusammengetan und eine gemeinsame Stellungnahme mit Einwänden eingebracht.
    Zum Artikel der Westfälischen Nachrichten vom 19.03.2013.
     
  • Leserbrief zum Einsatz von Antibiotika:

"Damit eine industrielle Massentierhaltung überhaupt möglich ist, wurden im letzten Jahr 1700 t Antibiotika in die Tiere gepumpt. Diese Arzneimittel gelangen auf den Teller, in die Gülle und zuletzt ins Grundwasser. Dieser Zustand ist ein Beweis für das Versagen unseres Verbraucherschutzministeriums und lässt folgenden Schluss zu: Politik schadet der Volksgesundheit, schützt die geschäftstüchtigen Massentierhalter und sichert Umsätze in der Pharmaindustrie.
Bleibt noch abzuwarten, ob die Wirtschaftsunternehmen sich später bei Frau Aigner (CSU) mit einem lukrativen Jobangebot erkenntlich zeigen werden."
Hans Hoffmeister

  • Bundesverwaltungsgericht: Aussaat gentechnisch veränderten Saatguts auf Deutschlands Äckern ist illegal.
    Zur Pressemitteilung des BUND.

"Wir haben es satt! - Bauernhöfe statt Agrarindustrie"

Teilnehmer der BUND-Kreisgruppe Steinfurt waren bei der Großdemo "Wir haben es satt - Bauernhöfe statt Agrarindustrie" in Berlin mit dabei und zeigten zahlreich Flagge.

Von der Großdemo in Berlin am 21. Januar 2012 hier zwei Berichte unserer Mitglieder:

Weitere Informationen beim Landesverband des BUND sowie: www.wir-haben-es-satt.de.

"Wir haben es satt!"
"Wir haben es satt!" Demonstration in Berlin am 21.01.2012
Demo in Berlin am 21.01.2012

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Minibild zum "Ankündigungsblatt zum TTIP-Vortrag"
Ankündigungsblatt zum TTIP-Vortrag
Transatlantisches Freihandelsabkommen stoppen
Mini-Bild der "Distel", dem Informationsblatt der Kreisgruppe Steinfurt
Dezember 2013: Die neue 'Distel' ist erschienen!
Wir waren dabei!
Mini-Bild der "Distel", dem Informationsblatt der Kreisgruppe Steinfurt
November 2012: Die neue 'Distel' ist erschienen!

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